Museumsbahnsteig Oberhausen

Der Museumsbahnsteig Oberhausen ist ein stillgelegter Bahnsteig (Gleis 4 und 5) des Oberhausener Hauptbahnhofs. Er wurde 2006 zu einem begehbaren Kunstobjekt umgestaltet, um an die Geschichte der Eisenbahn und die Bedeutung der Schwerindustrie im Ruhrgebiet zu erinnern: „Erst kam der Bahnhof, dann kam die Stadt“. Der 1847 eröffnete Bahnhof, zunächst ein Knotenpunkt industriellen Güterverkehrs, benannt nach einem nahegelegenen Schloss, ist älter als die Stadt (Oberhausen erhielt die Stadtrechte 1874). Die Entwicklung als Industriestandort und die damit einhergehenden diversen Immigrationen, die das Ruhrgebiet bis heute prägen, ließen die Stadt Oberhausen überhaupt erst entstehen.

Der Museumsbahnsteig Oberhausen ist seit seiner künstlerischen Gestaltung 2006 ein lokal leuchtender bis überregional ausstrahlender sehr besonderer öffentlicher Raum. Der Ort hat bis heute einen einzigartigen Charme, der insbesondere bei kulturellen Bespielungen mit temporären Illuminationen, künstlerischen Gestaltungen und kreativen Objekt-Einrichtungen bezaubert. In den letzten Jahren hat kitev den Museumsbahnsteig immer intensiver bespielt: mit Open-Air-Seminaren, Sommerkino, Konzerten, Kreativ-Workshops, Family-Day-Raves, Tanz-Partys, Performances, Ausstellungen, Koch-Events und temporären Installationen. Dabei entsteht jedes Mal eine einzigartige Mischung aus Kulturveranstaltung und urbanem Alltag, wenn die Grenzen zwischen Kunstpublikum und Bahnreisenden verschwimmen.

Der Museumsbahnsteig ist über einen Fahrstuhl aus der Bahnhofshalle barrierefrei erreichbar. Neben der großteils überdachten Veranstaltungsfläche auf dem Bahnsteig und den dort ausgestellten industriellen Relikten (Schlackepfannenwagen, Kokillen usw.) grenzt der Bahnsteig an eine Wiese, die ebenfalls Platz für Performance oder Publikum bietet.


wikipedia.org

kitev.de/projects/museumsbahnsteig