MüGa-Park
Mülheim an der Ruhr

Die MüGa - Mülheims Garten an der Ruhr ist eine großräumige Parkanlage, welche sich gegenüber des Mülheimer Zentrums auf der anderen Uferseite der Ruhr auf ca. 66 Hektar erstreckt. Im Rahmen der Landesgartenschau 1992 wurden das ehemalige Bahngelände der unteren Ruhrtalbahn in Broich, verwitternde Industriebrachen und ein Schrottplatz umgestaltet in eine umfangreiche Parkanlage. Als Relikte der industriellen Historie des Geländes findet sich dort noch der Ringlokschuppen Ruhr, welcher heute als avancierter Kulturort der Freien Szene genutzt wird, sowie der Broicher Wasserturm welcher nach einer Idee von Werner Nekes eine begehbare Camera Obscura beherbergt, sowie ein Museum zur Vorgeschichte des Films, welches prä-kinematographische Objekte und technische Exponate erlebbar macht. Auf dem Gelände der MüGa befindet sich auch der frühmittelalterliche Wehrbau des Schloss Broich gelegen in der historischen Ruhrfurt des Hellwegs, sowie die Stadthalle und die mittlerweile seit 2017 geschlossene und vor sich hin marodierende Heinrich-Thöne-Volkshochschule.

Die MüGa ist mit ihren Themen- und Lehrgärten sowie Freizeit- Erholungs- und Spielanlagen zu begreifen als Maßnahme umfangreicher Strukturwandlungsprozesse der Ruhr Region. Im Rahmen der IGA Metropole Ruhr 2027 wird der Park umfassend umgestaltet, sodass die MüGa sich derzeit in einem Schwebezustand befindet zwischen öffentlicher Grünanlage und prestigeträchtiger Großbaustelle. Diese Transformationsprozesse dienen den Neuen Musik Theater Szenarien als Raum, Rahmen und Ausgangspunkt für ihre künstlerischen Impulse.

Die MüGa ist erreichbar über den Radschnellweg 1 (RS1), fußläufig über diverse Brücken aus dem Mülheimer Zentrum und Parkplätzen an der Bergstraße.

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Vol 3 – VERWEILEN
OPEN-AIR Aufführung:
SO 6. SEPT. 2026 — 18 Uhr

MüGa-Park, (Start: Müga–Eingang, Parkplatz an der Stadthalle)
Bergstraße, 45479 Mülheim an der Ruhr

Anfahrt

VERWEILEN

Die Neuen Musik Theater Szenarien verweilen am Sonntag, den 06.09.2026 ab 18 Uhr in Mülheims Garten an der Ruhr. Ein Ort der Transformation, der Rekreation, des Kontemplierens, Horchen, Beobachten und Lustwandeln. Im Rahmen eines künstlerischen Spaziergangs begleiten wir die 6 Performer*innen Adriana Kocijan, Barbara Schachtner, Elisa Kühnl, Vera Hagemann, Myléne Kroon und Jan Arlt durch die ehemalige Industriebrache, welche sich die letzten 30 Jahre als Ort des Verweilens präsentiert hat – just in dem Moment, wo dieser Ort sich erneut verpuppt in Bauzäune und Absperrgitter und die Baumaschinen wieder anrollen. Dieses Szenario offeriert hautnahe Prozesse des Strukturwandels sowie den fragilen Schwebezustand der Kunsterfahrung in der öffentlichen Grünanlage als prestigeträchtige Großbaustelle.