Deepe Dub-Sounds, Healing Music, ein Demokratie-Wald und eine experimentierfreudige Abschluss-Performance mit zahlreichen Künstlerinnen und Künstlern – das alles bietet das große NMTS-Finale im Duisburger Innenhafen am 3. und 4. Oktober.
Für den druckvollem Sound sorgt das Teutopian Hi-Fi-System; mit Speis' und Trank verköstigen uns der Köşk-Kiosk des Stapeltors und der Foodtruck des ZK Hochfeld.
3. Oktober: NMTS – Vol. 4: MELTING DUB
Melting Dub steht für unterschiedliche musikalische, kulturelle und gesellschaftliche Strömungen in Bewegung: Dub, Improvisation und die Geschichte der Migration im Ruhrgebiet verschmelzen zu einer kollektiven, beinahe meditativen Ekstase – für die einen als Ausdruck gemeinschaftlichen Potenzials, für die anderen als Störung des vermeintlich vertrauten Alltags.
Im Garten der Erinnerung wird sichtbar, wie schmal der Grat ist, auf dem gesellschaftliche Dynamiken, kulturelle Vermischung und das Streben nach einer starken Gemeinschaft verlaufen können. Melting Dub wird so zum Klangbild der Gesellschaften, deren geballte Energien niemals eindeutig positiv oder negativ sind, sondern sich in jedem Moment neu zwischen Verbundenheit und Verwerfung, Aufbruch und Erinnerung, gemeinschaftlicher Ekstase und gesellschaftlicher Überforderung bewegen.
4. Oktober: NMTS – Vol. 5: GRABEN DER ERINNERUNG
Was liegt unter uns? Was in uns? Was vor uns?
Kann man Erinnerung ausgraben?
Kann man Vergessen ausgraben?
Wer erinnert sich?
Beim abschließenden Musik-Theater-Szenario zeigen 12 Künstlerinnen und Künstler das Ergebnis ihrer Auseinandersetzung mit dem vielschichtigen Garten der Erinnerung. Zuvor erschafft die Klanginstallation "Wie Du hineinrufst" einen wundersamen, vielstimmigen Wald der Demokratie.
Einer der wenigen klugen Orte in Duisburg
Der Garten der Erinnerung grenzt im Süden an eine Stadtbefestigung aus dem 12. Jahrhundert, im Norden an den historischen Holzhafen, an dessen Nordufer die Stadt Duisburg seit 20 Jahren ein Bau-Fundament für einen ewig imaginierten Investor pflegt, und die 2001 entstandene Marina Duisburg. Westlich ist der Garten begrenzt vom Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg, östlich vom Residenz- und Veranstaltungsort EarPort der zeitgenössischen Komponisten Gerhard Stäbler und Kunsu Shim.
Fundamente und Restbestände ehemaliger Industriebauten formen das vom israelischen Bildhauer Dani Karavan gestaltete Ensemble. Direkt angrenzend die moderne Synagoge der Jüdischen Gemeinde DU-MH/R-OB. Auch durch diese Nachbarschaft wird der ästhetisch evozierte Erinnerungsraum erweitert. Ein ehemaliges Industriegebäude ist – über breite Stufen erreichbar – erhöht und kann gut als Bühnenraum genutzt werden. Dies geschieht auch häufig. Zum Beispiel bei einem Konzert des Lokal Harmonie 2022 beim Platzhirsch-Festival der freien Duisburger Kunst- und Kulturszene.
"Hinter ihm schwemmt Vergangenheit an, schüttet Geröll auf Flügel und Schultern, mit Lärm wie von begrabnen Trommeln, während vor ihm sich die Zukunft staut, seine Augen eindrückt, die Augäpfel sprengt wie ein Stern, das Wort umdreht zum tönenden Knebel, ihn würgt mit seinem Atem."
H. Müller, Der glücklose Engel
Garten der Erinnerung Innenhafen, 47051 Duisburg
Anfahrt



Melting Dub steht für unterschiedliche musikalische, kulturelle und gesellschaftliche Strömungen in Bewegung: Dub, Improvisation und die Geschichte der Migration im Ruhrgebiet verschmelzen zu einer kollektiven, beinahe meditativen Ekstase – für die einen als Ausdruck gemeinschaftlichen Potenzials, für die anderen als Störung des vermeintlich vertrauten Alltags.
Im Garten der Erinnerung wird sichtbar, wie schmal der Grat ist, auf dem gesellschaftliche Dynamiken, kulturelle Vermischung und das Streben nach einer starken Gemeinschaft verlaufen können. Melting Dub wird so zum Klangbild der Gesellschaften, deren geballte Energien niemals eindeutig positiv oder negativ sind, sondern sich in jedem Moment neu zwischen Verbundenheit und Verwerfung, Aufbruch und Erinnerung, gemeinschaftlicher Ekstase und gesellschaftlicher Überforderung bewegen.
"Hinter ihm schwemmt Vergangenheit an, schüttet Geröll auf Flügel und Schultern, mit Lärm wie von begrabnen Trommeln, während vor ihm sich die Zukunft staut, seine Augen eindrückt, die Augäpfel sprengt wie ein Stern, das Wort umdreht zum tönenden Knebel, ihn würgt mit seinem Atem." (H. Müller, Der glücklose Engel)
Im Süden grenzt der Garten der Erinnerung an eine Stadtbefestigung aus dem 12. Jahrhundert, im Norden an den historischen Holzhafen, an dessen Nordufer die Stadt Duisburg seit 20 Jahren ein Bau-Fundament für einen ewig imaginierten Investor pflegt. Westlich ist der Garten begrenzt vom Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg, östlich vom EarPort für zeitgenössische experimentelle Musik.
Fundamente und Restbestände ehemaliger Industriebauten formen das vom israelischen Bildhauer Dani Karavan gestaltete Ensemble. Direkt angrenzend die moderne Synagoge der Jüdischen Gemeinde DU-MH/R-OB. Auch durch diese Nachbarschaft wird der ästhetisch evozierte Erinnerungsraum erweitert.
Was liegt unter uns? Was in uns? Was vor uns?
Kann man Erinnerung ausgraben?
Kann man Vergessen ausgraben?
Wer erinnert sich?